Lohnarten bearbeiten Allgemeines:
Die Lohnarten bilden den zentralen Punkt in der Lohnbuchhaltung. Wenn die Lohnarten korrekt erfasst wurden, werden auch sämtliche Berechnungen korrekt durchgeführt. Da die Erfassung und insbesondere die Steuerung der verschiedenen Lohnarten sehr komplex ist, sollten nur versierte Benutzer Änderungen in den Lohnarten vornehmen.
Lohnarten-Code:
Die Nummernbereiche der Lohnarten sind relativ frei wählbar, da die Verarbeitung über den Lohnart-Typ gesteuert wird (Bezugs- / Abzugs- / Arbeitgeber-Lohnarten). Es ist jedoch darauf zu achten, dass die Lohnarten in einer einigermassen logischen Reihenfolge erfasst werden, da verschiedenste Listen nach dem Lohnarten-Code sortiert werden.
Die Lohnartennummern werden 4-stellig geführt, wobei die 1. Stelle den Typ bestimmt
Die restlichen drei Stellen sind fortlaufende Nummern innerhalb des Lohnartentyps.
1. Bezugslohnarten
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Das entsprechende Fenster wird aufgeschlagen, sobald man die Lohnart anwählt. Die Pflichtigkeiten für die Sozialabzüge und den Lohnausweis werden ebenfalls hier definiert. Diese Erklärungen wurden der Kurzanleitung zum Ausfüllen eines Lohnausweises entnommen.
Auf einzelnen Feldern können mit der Funktionstaste 'F1' Aktionstabellen / Feldbeschreibungen aufgerufen, mit 'F2' Bemerkungen zu Abzugsarten erfasst und mit 'F3' Feldbeschreibungen aufgerufen werden. Mit der Funktionstaste 'F5' können Sie das Stammblatt der Lohnart drucken.
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Definitionen:
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Berechnungsart:
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Berechnungscode: Anhand dieser Codes bestimmen Sie wie der Endbetrag der aktuellen Lohnart berechnet werden soll:
Ist die Nettoeingabe aktiviert, so gilt Endbetrag als Nettowert. |
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Schnittstellen Zuordnung:
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Finanzen und Mehrwertsteuer:
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Sammler:
Ist diese Lohnart pflichtig für:
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Weitere Funktionen:
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BVG Berechnungsmethode
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Automatische Übertragsfunktion
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Sie können definieren ab wann und wie Lange eine Lohnart gültig sein soll. Soll eine Lohnart für eine Befristete Zeit gültig sein, oder ist eine Lohnart veraltet so können Sie die Gültigkeitsperiode definieren. Eine abgelaufene bzw. noch nicht aktive Lohnart wird beim erfassen einer Lohnabrechnung nicht automatisch vorgeschlagen, es ist jedoch möglich diese Lohnart manuell mit F4 einzumischen.
Sie können definieren ob eine Lohnart periodisch ausbezahlt werden soll. Beim erfassen / ändern einer Lohnabrechnung wird geprüft ob der aktuelle Monat im Auszahlungsmonat (Monate aktiviert) ist oder der Mitarbeiter aktuell austritt. Ist dies der Fall wird die Lohnart aus allen unverrechnete Vormonaten (im Beispiel über alle Jahre berechnet) zusammengezogen und als Basis bzw. Endbetrag (Je nach definition der Auszahlungslohnart) bereitgestellt.
In diesem Beispiel soll diese Lohnart alle 3 Monate ausgezahlt werden, zustzlich soll der Betrag Jahresübergreifend ermittelt werden und beim berarbeiten der Lohnabrechnung kann der Betrag geändert werden.
Jeder Arbeitgeber ist verpflichtet, einen Lohnausweis auszustellen. Darin sind sämtliche Leistungen, bzw. geldwerten Vorteile zu deklarieren. Es gilt folgende Faustregel: Regelmässige Leistungen und Zulagen gehören zum ordentlichen Salär, also zum massgeblichen Bruttolohn. Leistungen, welche nur gelegentlich bezahlt werden wie Dienstaltersgeschenke, Treueprämien, leistungsabhängige Gratifikationen gehören nicht zum massgeblichen Bruttolohn, das sind unregelmässige Leistungen. Grundsätzlich bleibt es dem Arbeitgeber überlassen, wie er eine bestimmt Leistung zuordnen will. Bei den Gehaltsnebenleistungen und Spesenvergütungen gibt es folgende Zuweisungs-möglichkeiten:
1. Massgeblicher Bruttolohn
2. Gehaltsnebenleistungen/Spesenvergütungen mit Angabe des effektiven Betrages auf dem LAW
3. Gehaltsnebenleistungen/Spesenvergütungen ohne Angabe des effektiven Betrages auf dem LAW
Im LAW Zusatzfenster finden Sie zur aktuellen Lohnart die Lohnausweiszuordnung.
Beispiel: Privatanteil Geschäftswagen (mit Funktionstaste 'F3' sehen Sie den Hinweis zu Ziffer 2.2)
Bei Gehaltsnebenleistungen und Spesenvergütungen, welche im neuen Lohnausweis speziell zu behandeln sind, können Sie mit der Funktionstaste 'F3' die Hinweise zur Lohnart aufrufen.
Werden die Position 14 und/oder 15 aktiviert, so wird der Text entsprechend der Ziffer in den Lohnausweis geschrieben. Passt der Text nicht in die vordefinierten Zeilen, so wird automatisch ein Beiblatt generiert.
Ist eine Ziffer aktiviert werden die LAW-Bemerkungen bei jedem Mitarbeiter (der diese Lohnart besitzt) auf dem Lohnausweis gedruckt.
Sollen die Bemerkungen dieser Lohnart Mitarbeiter abhängig definiert werden, so können Sie in den Mitarbeiterdaten auf der entsprechenden Lohnart mit "Shift+F8" eintragen.
Sobald Sie mit der Funktionstaste 'F9' die LAW-Bemerkungseingabe aufrufen, können Sie die entsprechenden Bemerkungen erfassen.
Die Bemerkungen, welche Sie hier erfassen werden in die Mitarbeiterdaten vorgeblendet und können dort noch überschrieben werden. Wird der Text in den Mitarbeiterdaten nicht geändert, so wird der Text aus der
Lohnart in das Lohnausweis-Beiblatt übertragen. Bestimmte Lohnarten (z.B. Kapitalleistungen) müssen immer auf das Beiblatt gedruckt werden.
Beispiel: Krankentaggeld-Versicherung
Die Taggeld-Versicherungsprämien werden offiziell auf dem neuen Lohnausweis nicht mehr ausgewiesen. Einzelne Kantone beginnen aber jetzt schon mit Sonder-Vorschriften, z.B. Graubünden will die Prämien ausgewiesen haben in den Bemerkungen. Die Abzugsart kann in diesem Fall wie folgt definiert werden:
Mit #TOT kann das Total der Abzugsart in die Bemerkungen gesetzt werden. Gibt es mehrere solcher Abzugsarten, so werden diese mit ; getrennt hintereinander gesetzt.
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